Für Pflegeappartements als Kapitalanlage kann das KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ relevant sein, wenn neben dem Effizienzhaus-40-Standard weitere Klima- und Förderkriterien erfüllt sind. Pecuria bietet energieeffiziente Neubauprojekte für Anleger, die eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage erwerben möchten.
KfW-40-Standard: Was der Effizienzhaus-Standard bedeutet
Ein Effizienzhaus 40 benötigt rechnerisch höchstens 40 Prozent der Primärenergie des Referenzgebäudes nach Gebäudeenergiegesetz (GEG). Zusätzlich darf der Transmissionswärmeverlust über die Gebäudehülle höchstens 55 Prozent des Referenzwertes betragen. Die Bezeichnung „40“ beschreibt damit den energetischen Standard des Gebäudes und nicht dessen tatsächlichen Energieverbrauch.
Für Pflegeimmobilien ist diese Einordnung relevant, weil das GEG Wohn-, Alten- und Pflegeheime grundsätzlich den Wohngebäuden zuordnet. Auch die KfW berücksichtigt Appartements beziehungsweise Wohnschlafräume in Pflegeheimen als Wohneinheiten. Damit können entsprechend geplante Pflegeimmobilien grundsätzlich unter die Förderprogramme für Wohngebäude fallen. Ob eine konkrete Einheit förderfähig ist, wird jedoch immer anhand des jeweiligen Projekts geprüft.
KfW-Förderung für Pflegeimmobilien: Welche Voraussetzungen gelten?
Für ein Pflegeappartement, das Sie als Kapitalanlage erwerben, ist im Programm „Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude“ in der Regel die Produktnummer 296 relevant. Die Produktnummer 297 ist für privat selbst genutzte Wohneinheiten vorgesehen. Bei Wohngebäuden mit mehreren Wohneinheiten kann die Produktnummer 298 für die nicht selbst genutzten Einheiten beantragt werden. Bevor Sie eine Pflegeimmobilie kaufen, sollte die konkrete Förderstufe anhand der Projektunterlagen geprüft werden.
Der KfW-40-Standard allein reicht für die Förderstufe „Klimafreundliches Wohngebäude“ nicht aus. Zusätzlich muss das Gebäude die vorgegebenen Grenzwerte für Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus einhalten und darf nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt werden. Eine Energieeffizienz-Expertin oder ein Energieeffizienz-Experte aus der Expertenliste des Bundes prüft diese Anforderungen und erstellt die erforderliche Bestätigung zum Antrag. Gefördert werden Neubau und Erstkauf; als Erstkauf gilt der Erwerb bis ein Jahr nach Bauabnahme.
Kredithöhe: Wie viel KfW-Förderung ist möglich?
Die maximale Kredithöhe richtet sich nach der erreichten Förderstufe. Für das Programm 298 gelten aktuell folgende Obergrenzen je Wohneinheit:
| Förderstufe | Maximaler Kreditbetrag |
| Klimafreundliches Wohngebäude (Effizienzhaus 40) | bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit |
| Klimafreundliches Wohngebäude – mit QNG | bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit |
Bei der KfW-Förderung für Pflegeimmobilien handelt es sich um einen Förderkredit und nicht um einen direkten Investitions- oder Tilgungszuschuss. Für ein klimafreundliches Wohngebäude sind bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit möglich; mit QNG steigt der Höchstbetrag auf 150.000 Euro. Der Förderkredit deckt damit häufig nur einen Teil des Kaufpreises. Die restliche Finanzierung einer Pflegeimmobilie, Eigenkapital, Sicherheiten und weitere Darlehen stimmen Sie mit Ihrem Finanzierungspartner ab. Die KfW-Konditionen können sich ändern; zudem steht die Förderung unter dem Vorbehalt verfügbarer Bundesmittel.
QNG und DGNB: Was ist der Unterschied?
Das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) ist ein staatliches Qualitätssiegel. Für die Förderstufe „Klimafreundliches Wohngebäude – mit QNG“ muss das Gebäude die Anforderungen von QNG-PLUS oder QNG-PREMIUM erfüllen. Dafür ist zusätzlich zur Energieeffizienz-Expertise eine Nachhaltigkeitsberatung erforderlich. Die Einhaltung der QNG-Anforderungen wird durch ein Nachhaltigkeitszertifikat bestätigt.
Die DGNB stellt eines der für Wohngebäude registrierten Bewertungssysteme bereit. Eine DGNB-Zertifizierung und das QNG sind deshalb nicht dasselbe: Ein DGNB-Zertifikat allein belegt noch keine QNG-Förderstufe. Erst wenn im Zertifizierungsverfahren auch die besonderen QNG-Anforderungen erfüllt und von einer zugelassenen Zertifizierungsstelle bestätigt werden, kann das staatliche QNG vergeben werden. Bei einzelnen Pecuria-Projekten wird eine DGNB-Zertifizierung angestrebt; die konkrete Förderstufe sollte deshalb immer projektbezogen geprüft werden.
KfW-Förderung beantragen: So läuft das Verfahren ab
Bei einem geförderten Erstkauf kommt es auf die richtige Reihenfolge an. Die technischen Nachweise und der Kreditantrag sollten deshalb frühzeitig mit den zuständigen Fachleuten und dem Finanzierungspartner abgestimmt werden:
- Förderstufe prüfen: Eine Energieeffizienz-Expertin oder ein Energieeffizienz-Experte aus der Bundesliste prüft den Gebäudestandard und die Fördervoraussetzungen. Für den KFN-Nachweis erstellt diese Person unter anderem die Lebenszyklusanalyse und die Bestätigung zum Antrag (BzA).
- QNG gegebenenfalls ergänzen: Soll die höhere Förderstufe mit QNG erreicht werden, kommt eine Beraterin oder ein Berater für Nachhaltigkeit hinzu. Außerdem ist eine Zertifizierung über eine für das QNG zugelassene Zertifizierungsstelle erforderlich.
- Kredit über den Finanzierungspartner beantragen: Der KfW-Kredit wird nicht direkt bei der KfW beantragt, sondern über einen Finanzierungspartner, beispielsweise eine Bank oder Sparkasse. Ein Kaufvertrag vor Antragstellung ist nur förderunschädlich, wenn er von Beginn an eine aufschiebende Bedingung enthält. Der Kaufpreis darf erst nach Antragstellung gezahlt werden.
- Nachweis nach dem Kauf einreichen: Nach Abschluss des Vorhabens wird die Bestätigung nach Durchführung (BnD) über den Finanzierungspartner eingereicht. Beim Erstkauf eines Neubaus erhalten Käufer die erforderliche Bestätigung in der Regel vom Bauträger oder Fertighaushersteller.
Wichtig ist daher, die Förderunterlagen vor einer verbindlichen Kaufentscheidung zu prüfen und die KfW-Finanzierung nicht erst nachträglich in ein bereits abgeschlossenes Finanzierungskonzept einzubauen.
KfW-40-Standard bei Pflegeimmobilien: Was der Standard wirtschaftlich bedeutet
Der Effizienzhaus-40-Standard bewertet vor allem den rechnerischen Primärenergiebedarf und den Wärmeschutz der Gebäudehülle. Er kann für Anleger wirtschaftlich relevant sein, weil ein förderfähiges Projekt Zugang zu einem zinsgünstigen KfW-Kredit eröffnen kann. Ein niedriger rechnerischer Energiebedarf kann zudem günstige Voraussetzungen für den späteren Gebäudebetrieb schaffen. Wie hoch die tatsächlichen Energiekosten ausfallen, hängt jedoch unter anderem von Nutzung und Anlagentechnik ab.
Ob sich eine Pflegeimmobilie als Kapitalanlage rechnet, lässt sich aus KfW-40 allein nicht ableiten. Dafür sind insbesondere Kaufpreis, Finanzierung, Standort, Betreiberqualität und Vertragsgestaltung maßgeblich. Auch die Mietsicherheit bei Pflegeimmobilien hängt von solchen objekt- und betreiberbezogenen Faktoren ab. Der Energiestandard sollte deshalb als ein Qualitäts- und Finanzierungskriterium unter mehreren bewertet werden, nicht als Rendite- oder Wertgarantie.
Energieeffiziente Pflegeimmobilien bei Pecuria
Pecuria setzt bei seinen Neubauprojekten auf energieeffiziente Immobilien im KfW-40-Standard. Auf der jeweiligen Projektseite erhalten Sie Informationen zum Gebäudestandard und zu den objektbezogenen Rahmenbedingungen. Ob der Erwerb einer konkreten Wohneinheit die Voraussetzungen für den KfW-Förderkredit erfüllt, sollte vor dem Kauf anhand der Projektunterlagen mit der Energieeffizienz-Expertin beziehungsweise dem Energieeffizienz-Experten und Ihrem Finanzierungspartner geprüft werden.
Neben stationären Pflegeappartements finden Sie bei Pecuria auch Investitionsmöglichkeiten im Betreuten Wohnen und Service-Wohnen. Welche Finanzierung und Förderung zum jeweiligen Objekt passt, hängt vom konkreten Projekt und Ihrer persönlichen Finanzierung ab.
Häufige Fragen zur KfW-Förderung bei Pflegeimmobilien
Kurzantworten zu KfW 40, Förderhöhe und Antrag bei Pflegeimmobilien.
Werden Pflegeimmobilien von der KfW gefördert?
Ja. Das GEG ordnet Pflegeheime den Wohngebäuden zu; die KfW zählt Appartements beziehungsweise Wohnschlafräume in Pflegeheimen als Wohneinheiten. Förderfähig ist eine konkrete Pflegeimmobilie aber nur, wenn alle technischen und formalen Programmbedingungen erfüllt sind.
Wie hoch kann der KfW-Kredit für eine Pflegeimmobilie sein?
Für die Förderstufe „Klimafreundliches Wohngebäude“ sind aktuell bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit möglich. Mit der Förderstufe „Klimafreundliches Wohngebäude – mit QNG“ steigt der Höchstbetrag auf 150.000 Euro je Wohneinheit.
Reicht der KfW-40-Standard für die Förderung aus?
Nein. Zusätzlich zum Effizienzhaus-40-Standard müssen die Grenzwerte für Treibhausgasemissionen im Gebäudelebenszyklus eingehalten werden. Außerdem darf das Gebäude nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt werden. Eine Energieeffizienz-Expertin oder ein Energieeffizienz-Experte bestätigt die Anforderungen.
Wann muss die KfW-Förderung beantragt werden?
Den Förderkredit beantragen Sie über Ihren Finanzierungspartner. Ein Kaufvertrag vor Antragstellung ist nur mit einer von Beginn an enthaltenen aufschiebenden Bedingung zulässig; eine nachträgliche Ergänzung ist ausgeschlossen. Der Kaufpreis darf erst nach Antragstellung gezahlt werden.
